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Dieser Rechner liefert nur Schätzwerte. Der tatsächliche Promillewert hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Im Zweifel: Nicht fahren. Für rechtsverbindliche Ergebnisse ist eine Blutprobe notwendig.

Wie funktioniert der Promillerechner?

Der Promillerechner basiert auf der Widmark-Formel, dem weltweit anerkannten Berechnungsmodell für die Blutalkoholkonzentration (BAK). Die Formel berücksichtigt die aufgenommene Alkoholmenge in Gramm, das Körpergewicht und einen geschlechtsspezifischen Verteilungsfaktor. Zusätzlich wird der stündliche Alkoholabbau von durchschnittlich 0,15 ‰ pro Stunde abgezogen. Da das Körpergewicht eine zentrale Rolle spielt, kann es sinnvoll sein, zunächst den eigenen BMI zu berechnen, um das Verhältnis von Gewicht und Größe einzuordnen.

Die Formel lautet: BAK = Alkohol (g) ÷ (Gewicht × Faktor) − 0,15 × Stunden. Der Verteilungsfaktor beträgt 0,7 bei Männern und 0,6 bei Frauen. Dieser Unterschied entsteht durch den unterschiedlichen Wasseranteil im Körper — Frauen haben typischerweise einen niedrigeren Wasseranteil, weshalb sich der Alkohol in weniger Flüssigkeit verteilt.

Beispiel: Mann, 80 kg, 2 Bier (0,5 L), nach 1 Stunde
Alkohol = 2 × 500 × 0,05 × 0,8 = 40 g
BAK = 40 ÷ (80 × 0,7) − 0,15 × 1 = 0,71 − 0,15 = 0,56 ‰

Wie wird Alkohol im Körper abgebaut?

Die Leber baut Alkohol mit einer relativ konstanten Rate ab — durchschnittlich 0,1 bis 0,2 ‰ pro Stunde. In dieser Berechnung wird der Mittelwert von 0,15 ‰/h verwendet. Faktoren wie Körpergröße, Leberfunktion, Medikamente und Nahrungsaufnahme beeinflussen die individuelle Abbaurate erheblich. Auch der Grundumsatz — also der Ruheenergieverbrauch des Körpers — beeinflusst indirekt, wie schnell Alkohol verstoffwechselt wird.

Bei einem Promillewert von beispielsweise 1,0 ‰ dauert der vollständige Abbau rund 6 bis 7 Stunden. Viele Menschen unterschätzen, wie lange Alkohol im Blut nachweisbar bleibt — auch am nächsten Morgen kann der Wert noch über der Fahrgrenze liegen.

Promillegrenzen und Strafen in Deutschland

Das deutsche Straßenverkehrsrecht kennt verschiedene Promillegrenzen mit gestaffelten Konsequenzen. Für Fahranfänger in der Probezeit und Personen unter 21 Jahren gilt eine absolute 0,0-‰-Grenze. Für alle anderen Fahrer gelten folgende Grenzen:

Einflussfaktoren auf den Promillewert

Der berechnete Promillewert ist eine Schätzung. In der Realität beeinflussen zahlreiche Faktoren den tatsächlichen Blutalkoholspiegel. Wer auf leeren Magen trinkt, erreicht schneller höhere Werte als nach einer fettreichen Mahlzeit. Auch Müdigkeit, Stress und bestimmte Medikamente können die Wirkung des Alkohols verstärken. Grundsätzlich gilt: Im Zweifel immer auf das Autofahren verzichten. Wer den täglichen Kalorienbedarf im Blick hat, sollte auch den Kaloriengehalt von Alkohol nicht unterschätzen — ein Gramm Alkohol enthält 7 kcal.

Beispiel: Frau, 65 kg, 3 Gläser Wein (0,2 L), nach 2 Stunden
Alkohol = 3 × 200 × 0,12 × 0,8 = 57,6 g
BAK = 57,6 ÷ (65 × 0,6) − 0,15 × 2 = 1,48 − 0,30 = 1,18 ‰
Absolute Fahruntüchtigkeit — nicht fahren!

Häufige Fehler bei der Einschätzung

Viele Menschen unterschätzen ihren Promillewert, weil sie sich noch nüchtern fühlen. Die Wahrnehmung hinkt dem tatsächlichen Blutalkoholspiegel hinterher — besonders beim schnellen Trinken steigt der Wert noch 30–60 Minuten nach dem letzten Getränk an. Ein weiterer häufiger Fehler: die Annahme, dass Kaffee, Wasser oder frische Luft den Alkoholabbau beschleunigen. Das stimmt nicht — die Abbaurate von ca. 0,15 ‰ pro Stunde bleibt konstant, unabhängig von Hausmitteln. Wer am Abend kräftig trinkt, kann auch am nächsten Morgen noch über 0,5 ‰ liegen und sollte das Auto lieber stehen lassen.

Häufig gestellte Fragen